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20.10.2014

Sei auch du dabei! Von wegen sprachlos!

Betroffene fordern ihr Recht auf Kommunikation und Assistierende Technologien ein. Die Diakonie und LIFEtool unterstützen sie.
Foto: Isabella, ein Mädchen mit Rett-Syndrom, fordert ihr Recht auf Kommunikation

Niemand ist sprachlos!
26.Oktober = 6 Jahre UN-Konvention Menschen mit Behinderung

Betroffene fordern ihr Recht auf Kommunikation und Assistierende Technologien ein.

Wann: 24. Oktober, 2014 von 10 bis 10.30 Uhr

Wo: Parlament, Gehsteig vor Treppenaufgang Pallas Athene

1017 Wien, Dr. Karl Renner-Ring 3



Am 26.Oktober jährt sich die Unterzeichnung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zum 6. Mal. Es ist hoch an der Zeit, dass die Regierung und das Parlament ihre Verantwortung wahrnehmen und die UN Konvention umsetzen.

In Österreich leben mehr als 600.000 Menschen mit Behinderungen, davon mehr als 60.000 Personen mit Beeinträchtigungen beim Sprechen. „Wir werden von den Behörden sprachlos gemacht, weil die Finanzierung von Kommunikationsgeräten extrem schwierig zu organisieren ist“. Dieses Unrecht werden Betroffene selbst sichtbar machen. Die Diakonie unterstützt sie dabei.

Kurzstatements von:

  • Mag. Michael Chalupka, Direktor Diakonie Österreich
  • Romana Malzer, Mutter einer Tochter mit Sprachbehinderung
  • Isabella Malzer, Betroffene spricht mittels Sprach-Ausgabegerät
    Mehr über Isabella erfahren: http://isabella-online.blogspot.co.at/

 

Was die konkrete Hilfsmittelversorgung angeht heißt das, es braucht

  • eine einheitliche Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige, sowie eine institutionalisierte Zusammenarbeit aller Kostenträger im Hilfsmittelbereich
  • Anpassungen – bzw. ein „Update“ - in den Hilfsmittelkatalogen der Sozialversicherungsträger, damit auch neuere elektronische Produkte erfasst sind (bis jetzt sind es nur Bandagen, Prothesen und Rollstühle)
  • sowie eine ausreichende Finanzierung für Geräte, aber auch ausreichend Finanzierung für Beratungen

 

Diese Forderungen sind zum Teil bereits seit 2012 im Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung festgeschrieben, mit einem sehr ambitionierten Zeitplan, auf dessen Einhaltung die Diakonie drängt. „Wir fordern die Regierung auf, dieses Bekenntnis aus dem Nationalen Aktionsplan sowie aus dem aktuellen Regierungsprogramm sofort umzusetzen. Damit Menschen nicht länger sprachlos gemacht werden. Es ist hoch an der Zeit, dass die Regierung ihre Verantwortung wahrnimmt.“

VERBUND und Diakonie fordern deshalb gemeinsam seit 5 Jahren einen Rechtsanspruch auf technische Hilfsmittel und die Finanzierung für assistierende Technologien. 

Bis die Politik diesen Missstand bereinigt hat, schließt der VERBUND-Empowerment Fund der Diakonie diese Finanzierungslücke, und hilft Menschen mit Behinderungen ein selbst bestimmtes Leben zu führen. 

Rückfragen bei:

Roberta Rastl-Kircher, Diakonie Österreich
Mobil: 0664 314 9395
E-Mail: presse@diakonie.at