UK-Tipp 03_April 2010
Tipp für die Untersützte Kommunikation
von Mag.a Irmgard Steininger
Ausgabe 03_April 2010
"Kommunikationsform Schimpfen"
Alle Eltern und KinderbetreuerInnen kennen sie: die Phase, in der Kinder Schimpfwörter entdecken und mit Genuss mit der Anwendung und der Wirkung experimentieren.
So unangenehm dies manchmal für die Erwachsenen sein kann, so wichtig ist diese Phase für Kinder, um zu lernen, sich abzugrenzen, Unmut oder Abneigung auszudrücken. Oft ist Schimpfen ein kreativer Akt, in dem mit Worten und Wortkombination jongliert wird und der Spaß an Sprache sichtbar wird.
Natürlich ist auch für Kinder und Erwachsene ohne Lautsprache Schimpfen eine ganz wichtige Kommunikationsfunktion, wird aber oft vergessen oder vernachlässigt bei der Bestückung von Kommunikationsgeräten. Dabei könnte das Äußern eines Schimpfwortes „Dampf ablassen“ und so manches ungerichtete Schreien oder aggressive Verhalten ersetzen.
Schimpfen muss nicht unbedingt Fäkalsprache enthalten. Probieren Sie mit Ihrem Kind/SchülerIn/ Betreuten doch lustige Schimpfwortkombinationen.
Mit unten angeführtem Beispiel für den GoTalk9+ können Sie 27 Schimpfwortkombinationen kreieren, von „dummer Pferdemist“ über „langweiliger Erbsengeist“ bis zu „alberner Froschkopf“!

Dazu eine Buchempfehlung: „Das verrückte Schimpfwörter-AB“ von Regina Schwarz und Michael Schober.
Hier gibt es Anregungen für Schimpfwörter:
http://www.mario-pothen.de/fun/texte/schimpf.htm
Vielleicht gibt es ein zweites Kind oder Erwachsenen – ob sprechend, oder ebenfalls mit Kommunikationsgerät ausgerüstet – das/der sich in ein Schimpfwortduell wagt!
Viel Spaßt beim Duellieren!
! Tipp: falls Sie ein Gerät mit synthetischer Sprachausgabe verwenden,
nehmen Sie Schimpfwörter mit menschlicher Stimme mit entsprechendem Ausdruck auf !

















