25.01.2022

Projekt IntegraMouse Air genehmigt

Die Mundcomputermaus wird künftig auch ein Training der Atemmuskulatur ermöglichen.
Foto: Junger Mann im Rollstuhl, der seinen Computer mit der Mundmaus IntegraMouse Plus von LIFEtool bedient.

Was im Jahr 2002 mit der von LIFEtool entwickelten mundgesteuerten Maus als Tor zur Welt der Computer und dem Internet für den querschnittgelähmten Markus Martinek aus Altenberg begann, war nur der Beginn einer langen und erfolgreichen Reise.

Die nunmehr in 40 Ländern weltweit steigende Anzahl an Anwender*innen und zahlreiche Auszeichnungen führten im Jahr 2011 zur Entwicklung der IntegraMouse Plus, welche neben der Implementierung einer Joystick-Funktion, insbesondere die kabellose Bedienung und das mit dem RedDot Award ausgezeichnete Design ermöglichte. Nun ist mit der Genehmigung des IntegraMouse Air Konsortiums im Rahmen des OÖ Fördercalls ‚Digital Health‘ unter der Leitung von LIFEtool gemeinnützige GmbH der Startschuss zur Entwicklung einer neuen Generation der IntegraMouse gefallen.

IntegraMouse Plus: die zweite Generation
„Für die zweite Generation haben wir zahlreiche Rückmeldungen von IntegraMouse Anwender*innen aus aller Welt als Ausgangspunkt genommen. Je nachdem, ob man die Maus für die Arbeit benötigt oder damit spielen will, wechselt man in den jeweiligen Modus. Zusätzlich haben wir auch eine Funktion für Online-Spiele eingebaut, die nur mit der Tastatur gespielt werden können. Drei Geräte in einem. Neu war außerdem das prämierte Design und auch die Schnittstelle zur Nutzung von Smartphone und Tablet-Computer mit der IntegraMouse Plus", erläutert LIFEtool Forschungsleiterin Isabel Karlhuber die Entwicklung.

IntegraMouse Air: die dritte Generation entsteht
Mit den Spezialist*innen und vor allem unter Einbindung bestehender Anwender*innen aus aller Welt wird ein Assistenzsystem entwickelt, welches es Menschen mit einer Querschnittlähmung ermöglicht, selbstbestimmt und unabhängig am sozialen und beruflichen Leben teilzuhaben. Darüber hinaus können sie – unterstützt durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz – die Atemmuskulatur effektiv und individuell trainieren, zumal eine schlecht trainierte Atemmuskulatur in schweren Fällen einer Querschnittslähmung ein massives gesundheitliches Problem und weiterhin die Haupttodesursache bei betroffenen Anwender*innen darstellt.

Technologie den Menschen anpassen
„Wir freuen uns sehr darüber, dass die seit jeher bei LIFEtool gelebte Philosophie der konsequenten Orientierung an die Bedürfnisse der Anwender*innen und unsere multidisziplinäre Arbeitsweise die international besetzte Jury der FFG überzeugt hat und das Programm UpperVision2030 dafür sorgt, dass Assistierende Technologie aus Oberösterreich zum Wohle von Menschen mit hochgradig eingeschränkter Mobilität auch künftig getreu unserem Motto 'Nicht der Mensch muss sich der Technologie anpassen, sondern die Technologie muss sich dem Mensch anpassen' in aller Welt zum Einsatz kommen wird“, so LIFEtool Geschäftsführer David Hofer.

Projektpartner

 

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