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G

Gateway

Kommunikationssoftware auf Geräten der Firma Dynavox. Basierend auf dem =>Fitzgerald Key werden die Wörter vorwiegend nach Wortarten geordnet, einige Wörter des Kernvokabulars stehen auf der Startseite zur Verfügung; in der Anzahl der Felder und dem Umfang des Wortschatzes stehen unterschiedliche Variationen stehen zur Verfügung.

Gebärde

1. Im Kontext Unterstützter Kommunikation oft allgemein für Zeichen, die mit den Händen ausgeführt werden, um eine Bedeutung auszudrücken. Manchmal wird er auch abgegrenzt von =>Gesten. In diesem Fall werden =>Handzeichen Gesten genannt, wenn sie nichtsymbolisch eingesetzt werden.

2. In der Gebärdensprachforschung wird der Begriff Gebärde eingegrenzt auf konventionelle, nach linguistischen Regeln gebildete körpereigene Zeichen, die vornehmlich mit den Händen gebildet werden und Bedeutungen repräsentieren.

Gebärdensprache

ist das natürliche Kommunikationsmittel, das sich in der Gemeinschaft Gehörloser entwickelt hat. Gebärdensprachen besitzen ein eigenständiges Lexikon konventionalisierter Handzeichen sowie eigenständige Grammatiken, sie stellen also ein eigenes linguistisches System dar. Als visuelle Sprache greift sie auf räumliche Beziehungen zurück und bezieht nonmanuelle Mittel (z.B. Mimik) mit ein.

In der UK werden Gebärden aus der Gebärdensprache lautsprachunterstützend eingesetzt, also nicht als Gebärdensprache, sondern als Kodierung der Lautsprache. Dies geschieht in seltenen Fällen in Form von lautsprachbegleitendem Gebärden (=>LBG), meist werden aber auch nur Schlüsselworte gebärdet. In der Literatur der Unterstützten Kommunikation wird diese Kommunikationsform manchmal „Gebärdensprache“ genannt, obwohl diese Bezeichnung unzutreffend und irreführend ist.

Gebärdenunterstützte Kommunikation (GUK)

1. von Etta Wilken entwickeltes System aus Gebärdenabbildungen, Bildern und Wortkarten. Es soll jüngeren hörenden Kindern mit verzögerter Entwicklung der Lautsprache, insbesondere Kindern mit Down-Syndrom, den Zugang zur gesprochenen Sprache erleichtern. Dabei werden, wie meist in der Unterstützten Kommunikation, nicht alle gesprochenen Wörter und keine grammatischen Strukturen (Fälle und Mehrzahlbildungen) gebärdet, sondern nur die bedeutungstragenden Wörter (sog. Schlüsselwörter).

2. allgemein das Begleiten von Lautsprache mit Gebärden durch das Gebärden von Schlüsselwörtern. Im Englischen gibt es dafür den Begriff „key word signing“.

Gesprächsschritt

Ein Gesprächsschritt (englisch: turn) ist die Grundeinheit des Dialogs. Er beinhaltet alle Äußerungen des Sprechers bis zu seinem Rollenwechsel in die Hörerrolle (englisch: =>turn-taking). =>Dialogstruktur

Geste

1. nonverbales Pendant zur =>Gebärde. Gesten sind im Unterschied zu Gebärden ganzheitlich, transportieren Bedeutung analog und sind in ihrer Bedeutung kontextgebunden, auf das Hier und Jetzt angewiesen. Der Gebrauch von Gesten setzt nicht die Entwicklung der Symbolfunktion voraus.

2. im weiteren Sinne jede nonverbale nonvokale Äußerung, z.B. Begleitgestik beim Sprechen

Gestützte Kommunikation

=>FC

grafische Symbole

anderes Wort für =>Bildsymbole

greifbare Symbole

anderes Wort für =>Objektsymbole. ähnlich: =>Tastsymbole

GuK

=>gebärdenunterstützte Kommunikation)