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S

SAGE (Abkürzung für Sprachausgabegeräte)

analog zum englischen Begriff VOCA (VoiceOutputCommunicationAid) gebildete Abkürzung. Mit SAGE werden tragbare =>Sprachausgabegeräte bezeichnet, die speziell für diesen Zweck entwickelt wurde (im Gegensatz zum Notebook). Umgangssprachlich wird häufig die Bezeichnung „=>Talker“ verwendet.

Scanning-Indikator

ist der Zeiger, der beim =>Scanning anzeigt, welches Feld gerade gewählt werden kann, z.B. ein Lichtpunkt, der sich über die Felder eines Sprachausgabegeräts bewegt.

Scanning

(englisch „to scan“ = abtasten) Im Kontext Unterstützter Kommunikation eine =>indirekte Selektionstechnik, bei der dem Benutzer nacheinander Wahlmöglichkeiten angeboten werden, auf die er mit einem vorher vereinbarten Signal reagiert. (Der =>Scanning-Indikator tastet die Felder der Kommunikationshilfe ab.).

Scanningverfahren können eingeteilt werden

(a) nach dem Muster der Bewegung des Zeigers: Wandert dieser einfach von Feld zu Feld, spricht man von einfachem Scanning oder linearem Scanning. Sind die Felder dabei kreisförmig wie auf einer Uhr angeordnet, kann man auch zirkuläres Scanning sagen. Wird zusätzlich ein Kodierungselement eingeführt, spricht man von kombiniertem Scanning oder Gruppe-Item-Scanning . Beispielsweise kann der Indikator erst die Zeilen abtasten und dann innerhalb der Zeilen die einzelnen Elemente (Zeilen/Spalten-Scanning), oder er kann beim sog. Block-Scanning zuerst nacheinander verschiedene Blöcke abtasten und dann im nächsten Schritt die Elemente innerhalb des gewählten Blocks.

(b) nach dem Modus der Weiterbewegung des Scanning-Indikators: Bewegt sich dieser von selbst und wird vom Anwender lediglich durch Tastendruck gestoppt, handelt es sich um automatisches Scanning. Eine Variante des automatischen Scannings ist das inverse Scanning. Hier bewegt sich der Scanning-Indikator, solange die Taste gedrückt gehalten wird, und stoppt, wenn der Nutzer sie loslässt. Steuert der Nutzer auch die Bewegung des Scanning-Indikators (im einfachsten Fall zwei Tasten, eine für „weiter“ und eine für „wähle dieses Item aus“), dann nennt man das Verfahren gerichtetes Scanning, Stufenscanning, geführtes Scanning oder manuelles Scanning.

(c) nach der Modalität des Scanning-Indikators: Wenn die Items vom Partner oder vom Gerät gesprochen werden, handelt es sich um auditives Scanning, auch akustisches Scanning, Ansagescanning oder Vorhersagescanning  genannt. Werden die Items sichtbar präsentiert (Bilder, Piktogramme, Symbole, usw.), spricht man von visuellem Scanning.

(d) nach der Unabhängigkeit der Ansteuerung: Wenn der Anwender ohne fremde Hilfe den Scanvorgang durchführt, spricht man von unabhängigem Scanning; Gibt es hingegen einen Kommunikationshelfer, der entweder die Wahlmöglichkeiten vorliest/zeigt oder das Signal des Anwenders wahrnimmt und stellvertretend für den Anwender entsprechend die Auswahlen tätigt, spricht man von =>Partnerscanning.

Schau doch meine Hände an (SdmHa)

Gebärdensammlung (Ringbuch, DVD, App), die von Vertretern diakonischer Einrichtungen der Behindertenhilfe in Deutschland mit dem Ziel entwickelt wurde, die in diesen Einrichtungen benutzten Gebärden zu standardisieren und zu vereinfachen.

Schlüsselwörter

=>siehe GuK

Schreiben mit Symbolen (Writing with symbols)

Name für eine Software, mit der Menschen ohne Lesekenntnisse Texte in einer Art Bilderschrift schreiben können.

SdmHa

Abkürzung für =>Schau  doch  meine Hände an

Selektion

Die Auswahl eines Elements aus einem Repertoire, meist verwendet in Bezug auf die Auswahl eines Feldes einer Kommunikationstafel oder eines Feldes des Displays eines Kommunikationsgeräts. Selektion erfolgt durch Körperbewegungen verschiedenster Art, z.B. durch Druck auf eine Taste, Berührung eines Sensors, Zeigen auf ein Feld einer Kommunikationstafel, Geben einer Symbolkarte. Selektion kann =>körpereigen oder =>hilfsmittelunterstützt (z.B. mit einem Kopfstab) erfolgen. Weiterhin kann Selektion als =>direkte Selektion oder als =>indirekte Selektion erfolgen.

Selektionshilfe

Hilfsmittel zur Ansteuerung einer Kommunikationshilfe oder eines Computers, z.B. Kopfzeiger, Scanningequipment.

Selektionstechniken

Technik, mit der ein =>Symbol angesteuert wird. =>Selektion

Semantische Kodierung

Kodierung durch Symbole, die der Nutzer mit bestimmten Bedeutungen assoziiert, so dass die Zuordnung einer Symbolsequenz zu den zu kodierenden sprachlichen Äußerungen leichter gelernt bzw. erinnert werden kann als eine willkürliche Zuordnung. Beispielsweise können Bliss-Symbole so benutzt werden, dass die jeweils intendierte sprachliche Äußerung durch eine Kombination von Einzelsymbolen angezeigt wird. Ein bekanntes Beispiel für semantische Kodierung ist =>Minspeak.

Sequenzanzeige

Nach Auslösen einer Taste eines Sprachausgabegeräts werden die möglichen Folgetasten markiert (z.B. durch Lichtpunkte). Dies erhöht die Kommunikationsgeschwindigkeit und senkt die Fehlerrate.

Sequenzen

Wenn bei Sprachausgabegeräten die Äußerungen so kodiert sind, dass jeweils Kombinationen von Feldern für eine Äußerung angegeben werden müssen, nennt man die jeweiligen Feldkombinationen Sequenzen. Geräte geben nach Eingabe des ersten Feldes oft Hilfen für die möglichen Folgefelder durch Lichtpunkte o.Ä. (=>Sequenzanzeige). Ein Spezialfall der Kodierung in Sequenzen ist die Kodierung in =>Ebenen.

Signal

Gemeinsam ist Signalen und Symbolen, dass etwas (z.B. ein Handzeichen) für etwas anderes steht (die Bedeutung des Handzeichens). Um ein Zeichen als Signal zu nutzen, muss man nur wissen, dass das Zeichen ein Ereignis ankündigt (passiv) bzw. dass man es geben muss, damit etwas Bestimmtes passiert (aktiv). Die Nutzung des Zeichens als Symbol setzt hingegen passiv wie aktiv voraus, dass man weiß, wie das Ganze funktioniert, unter anderem dass man die Gedanken eines anderen dadurch beeinflussen kann, dass man dessen Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Zeichen richtet.=>Symbol, =>Symbolverständnis

Signalobjekt

Wenn ein =>Bezugsobjekt eingesetzt wird, um eine Orientierung darüber zu geben, welches Ereignis folgt, fungiert es als Signal für dieses Ereignis. Der Begriff Signalobjekt zeigt diese spezielle Funktion an.

Signalverständnis

Aus der Perspektive des „Senders“ eines Signals liegt Signalverständnis vor, wenn er weiß, dass er ein Signal äußern kann, beispielsweise auf eine Karte mit dem Bild einer Tasse Kaffee deuten, und dann der „Empfänger“ des Signals etwas Bestimmtes tut, beispielsweise ihm eine Tasse Kaffee ausschenkt. Der Sender muss dazu nicht wissen, wie das funktioniert, also dass er mentale Zustände des Empfängers beeinflusst. Aus der Perspektive des Empfängers eines Signals liegt Signalverständnis vor, wenn er weiß, was passieren wird, wenn er das Signal wahrnimmt. Beispielsweise erwartet er Kaffee, wenn ihm die Bildkarte mit dem Bild der Tasse Kaffee gezeigt wird. Der Gebrauch und das Verständnis von Signalen werden über Assoziationen gelernt.

simultane Kommunikation

Spezialfall der =>multimodalen Kommunikation. Begleitend zur Lautsprache werden gleichzeitig korrespondierende Gebärden oder korrespondierende externe Symbole eingesetzt. Beispiel:  =>lautsprachbegleitende Gebärden

Single Meaning Pictures  (SMP)

Die Kommunikationstafel bzw. das Display des Kommunikationsgeräts ist so aufgebaut, dass jeweils ein Symbol für eine Bedeutung steht (1:1 Korrespondenz). Im Gegensatz dazu sind bei der =>semantischen Kodierung oder bei schriftsprachlichen Systemen jeweils Symbolkombinationen Bedeutungen zugeordnet. Auf diese Weise kommt man mit viel weniger anzusteuernden Symbolen aus. Eine Kommunikationstafel mit 32 SMPs erlaubt 32 verschiedene Äußerungen, wird hingegen jeweils einer Zweierkombination dieser Grundmenge an Symbolen eine Bedeutung zugeordnet, können 1024 Äußerungen abgerufen werden.

SMP

Abkürzung für =>Single Meaning Pictures

SNUG

Abkürzung für =>Spontaneous Novel Utterance Generation

Sono Lexis (Sono Primo & Sono Flex)

Kommunikationssoftware auf Sprachausgabegeräten der Firma Tobii. Der Wortschatz wird vorwiegend nach dem Fitzgerald Key angeordnet, wobei ein Kernvokabular ständig zur Verfügung steht. Es gibt in der Feldanzahl und im Umfang unterschiedliche Varianten; Sono Primo und Sono Flex sind für jüngere Nutzer vorgesehen

Social Stories

von Carol Gray entwickelte Maßnahme zur Unterstützung der Sozialkompetenz. Für den Nutzer werden jeweils individuell schriftlich fixierte Gebrauchsanweisungen entwickelt (z.B. Wann und wie begrüße ich jemanden?), an denen er sich im Alltag orientieren kann.

Spiegeln

Nachahmen von Verhalten, ggf. auch in abgewandelter Form. Im Unterschied zur =>Imitation muss beim Spiegeln die Absicht des nachgeahmten Verhaltens nicht erkannt werden.

Spontaneous Novel Utterance Generation (SNUG)

Wenn ein Symbol für einen Satz steht, z.B. „Ich gehe gerne ins Schwimmbad.“ kann der Nutzer nur diesen einen Satz sagen und ist daher in seinen Äußerungsmöglichkeiten sehr beschränkt. Steht hingegen ein Symbol für ein einzelnes Wort oder für Wortelemente wie Morpheme oder Phoneme/Grapheme, können die Symbole zu individuellen Einzeläußerungen kombiniert werden. Um dem Nutzer dieses spontane Erzeugen neuer Äußerungen (Spontaneous Novel Utterance Generation) zu ermöglichen, muss das Vokabular von Sprachausgabegeräten entsprechend ausgewählt werden. In diesem Fall darf es also nicht lediglich aus fertigen Sätzen bestehen, sondern muss auch oder stattdessen Einzelwörter und nach Möglichkeit auch Buchstaben enthalten.

Sprachausgabegeräte

Sprachausgabegeräte sind =>elektronische Kommunikationshilfen mit Sprachausgabe. Andere Worte für Sprachausgabegeräte sind: elektronische Sprechhilfen, Sprechcomputer, Sprechhilfen, SAGE, Vocas. Umgangssprachlich nennt man Sprachausgabegeräte auch =>Talker, obwohl so nur die Sprachausgabegeräte der Firma Prentke Romich heißen.

Sprachentwicklungsstörung

Sprachentwicklungsstörungen (SES) betreffen Kinder mit einem verspäteten oder verlangsamt einsetzenden Spracherwerb, die im Sprachverständnis und in der Sprachproduktion einen Entwicklungsrückstand auf den verschiedenen Ebenen der =>linguistischen Kompetenz (Aussprache, Semantik, Wortschatz, Grammatik) zeigen. Sprachentwicklungsstörungen treten entweder im Rahmen primärer Störungsbilder auf oder bei Kindern, die in anderen Entwicklungsbereichen unauffällig sind. Im letzteren Fall spricht man von Spezifischen Sprachentwicklungsstörungen (SSES).

Sprachkompetenz

1) das erworbene mentale Wissen über die jeweilige Muttersprache. Sprachkompetenz ist eine hochkomplexe und abstrakte Fähigkeit, die frei von einem situativen Kontext ist. Sprache ist in diesem Sinne das Produkt eines zugrunde liegenden linguistischen Regelwerks. Eine sprachliche Regel wie die Verbzweitstellung im Hauptsatz des Deutschen ist demnach die mentale Repräsentation sprachlichen Wissens und ermöglicht es dem kompetenten Sprecher, seine Sprache implizit zu verarbeiten, zu verstehen und eine angemessene Reaktion darauf zu zeigen.

Sprachkompetenz entwickelt sich im Verlauf des Spracherwerbs, wobei die Annäherung an die Erwachsenensprache nicht linear ist. Vielmehr handelt es sich um eine schrittweise, systeminterne Reorganisation des mentalen Lexikons und um entwicklungstypische Zwischengrammatiken des kindlichen Sprachsystems. Der Erwerb der Sprachfähigkeit ist aus der Sicht des Kindes ein unbewusstes, aber  formales Lernobjekt: Sprachlernen bedeutet, die zugrundeliegenden Regeln der Syntax und die Prinzipien der Semantik zu entdecken, mental stabil zu repräsentieren und implizit anzuwenden. Das ist eine anspruchsvolle Entwicklungsaufgabe für das Kind. Das Kind verfügt aber über effektive Lernmechanismen und sogenannte "Filter" (Constraints), die es unterstützen, das Sprachsystem seiner Muttersprache schnell und mühelos zu erwerben. Diese Filter sind Lernhilfen und sorgen dafür, dass sich das Kind bei der Übertragung sprachlich-auditiver Informationen auf die Ableitung von Bedeutungen und auf die relevanten Merkmale beschränkt.

2) Sprachkompetenz im Sinne von pragmatisch-kommunikativer Kompetenz bezeichnet den Gebrauch von Sprache im Austausch mit anderen Menschen. Sie bezieht sich auf die kommunikativen Fähigkeiten, durch die ein Mensch in der Lage ist, in unterschiedlichen Kontexten mit unterschiedlichen Kommunikationspartnern Sprache angemessen einzusetzen.

Sprechapraxie

schwerste Form der Sprechdyspraxie. Sprechapraxien sind zentral bedingte Sprechstörungen, die im Gegensatz zur Entwicklungsdyspraxie nach abgeschlossener Sprachentwicklung auftreten. Die Sprechapraxie tritt meistens in Verbindung mit =>Aphasien und =>Dysarthrien auf.

Sprechdyspraxie

ist die Beeinträchtigung, für eine geplante Äußerung die Artikulationsorgane willkürlich und kontrolliert einzusetzen, ohne dass eine Lähmung der der Sprechmuskulatur vorliegt.

Sprechen

1. im engeren Sinn: Produktion von Lautsprache

2. im weiteren Sinn: Produktion von Sprache, unabhängig von der Modalität

Da UK-Nutzer im Sinne von (2) sprechen, wird die Bezeichnung „nichtsprechend“ für UK-Nutzer oft als diffamierend empfunden.

stabile Symbole

anderer Ausdruck für =>statische Symbole. Gegenteil: =>flüchtige Symbole

statisches Display

Anders als beim =>dynamischen Display ändern sich die Symbolbelegungen der Felder eines Sprachausgabegeräts nicht, wenn ein Feld gedrückt wird.

statische Symbole

1. im deutschen Sprachraum: anderes Wort für => externe Symbole

2. im amerikanischen Sprachraum Symbole, deren Bedeutung nicht von einer Bewegung abhängt, so dass sie nicht nur vorübergehend sondern länger andauernd wahrgenommen werden können. Z.B. gelten dort Videosequenzen auf Kommunikationsgeräten nicht als statische Symbole, hingegen unbewegt dargebotene Gebärden als statische Symbole.

 =>dynamische Symbole

strategische Kompetenz

Beherrschung von =>Kommunikationsstrategien, d.h. pragmatischen Gesprächsfertigkeiten, z.B. Missverständnisse zu bemerken und zu klären, sich in der Form der Äußerung auf die KommunikationspartnerInnen einzustellen.

Stützer

Kommunikationshelfer in der =>Gestützten Kommunikation

Symbol

(Aus dem Griechischen = „Sinnbild, Zeichen“). Es gibt keine einheitliche Definition. Der Linguist de Saussure versteht etwas anderes darunter als der Semiotiker Peirce oder der Psychologe Piaget, und es gibt noch Dutzende weiterer unterschiedlicher Definitionen. Im Kontext der Unterstützten Kommunikation finden sich unter anderem folgende Gebrauchsweisen:

1. Ein Symbol als etwas sinnlich Wahrnehmbares, das für etwas anderes steht, etwas anderes repräsentiert. Beispiele hierfür sind Bilder, Fotos, grafische Symbole, Gebärden, Gesten, geschriebene Wörter, Laute, Brailleschrift. Hier bezeichnet man also einen (potentiellen) Bedeutungsträger als Symbol, beispielsweise eine mit einem Bild bedruckte Karte, unabhängig davon, ob er in der Kommunikation auch symbolisch genutzt wird.

2. In einer anderen Bedeutung wird der Terminus gebraucht, wenn kontrastierend unterschieden wird zwischen Symbol und Signal. Man spricht dann von einem Symbol, wenn ein Zeichen im Sinne von (1) nicht nur auf etwas anderes verweist, sondern darüber hinaus unabhängig vom Kontext verstanden und gebraucht wird.

3. In einer noch engeren Bedeutung ist ein Symbol ein intersubjektiv gebrauchtes Kommunikationsmittel, um die Gedanken einer Person zu beeinflussen, indem man die Aufmerksamkeit dieser Person auf etwas Bestimmtes lenkt. In dieser Bedeutung setzt Symbolgebrauch Wir-Intentionalität sowie die Kompetenz des geistigen Rollentauschs voraus.

=>Zeichen, =>Signal

Symbolfunktion

Begriff aus der Piagetschen Entwicklungspsychologie, der nicht mit dem Gebrauch des Begriffs „Symbol“ in der Unterstützten Kommunikation verwechselt werden darf. Der Erwerb der Symbolfunktion bezieht sich auf die Entwicklung der Sprache, der Nachahmung und des Symbolspiels.

Symbolsammlung

deutsch für den englischen Begriff „symbol set“. Zusammenstellung grafischer Symbole, die eine festgelegte Anzahl Symbole aufweist, kaum oder keinerlei Erweiterungsmöglichkeiten bietet und keine eindeutigen Anwendungsregeln hat (im Unterschied zum =>Symbolsystem). Beispiele: =>PCS, Touch‘n Talk, Aladins Bildersammlung, =>Löb-Symbole, =>Metacom

Symbolstix

Symbolsammlung, die in den USA im Zusammenhang mit einem Online-Magazin für Nachrichten in Symbolen (News 2 You) entstanden ist

Symbolsystem

deutsch für den englischen Begriff „symbol system“. Zusammenstellung von Symbolen, die nach bestimmten Regeln aus einer begrenzten Anzahl von Grundelementen gebildet werden (im Unterschied zur =>Symbolsammlung). Beispiele: Lautsprache, Gebärdensprache, alphabetische Schrift, Bliss

Symbolverständnis

1. in einer Lesart des Begriffs bezeichnet Symbolverständnis, dass man die Bedeutung eines Symbols kennt, z.B. weiß, dass „€“ Euro bedeutet.

2. in einer anderen Lesart des Begriffs liegt Symbolverständnis aus der Perspektive des „Senders“ des Symbols vor, wenn dieser weiß, dass das Symbol im Sinne von (1) die Aufmerksamkeit und damit die Gedanken des „Empfängers“ des Symbols auf ein bestimmtes Objekt, Ereignis oder geistiges Konzept lenkt, und zwar so, dass der Empfänger erschließen kann, was der Sender ihm mitteilen möchte. Aus der Perspektive des Empfängers liegt Symbolverständnis vor, wenn dieser weiß, dass der Sender ihm das Symbol im Sinne von (1) zeigt, damit er, der Empfänger, seine Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Objekt, Ereignis oder geistiges Konzept lenkt und herauszufinden versucht, was der Sender ihm mitteilen will. In diesem Sinne setzt Symbolverständnis unter anderem voraus, dass man weiß, dass andere Personen eigene Gedanken haben und dass man die Gedanken der Person beeinflussen kann, indem man seine Aufmerksamkeit beeinflusst (=>Joint Attention). Es setzt zudem voraus, dass man mit einer anderen Person auf ein gemeinsames Ziel, nämlich das Verständnis der Mitteilung, hinarbeiten kann (=> Wir-Intentionalität).

=>Signalverständnis

synthetische Sprache

künstliche Lautsprache, die von elektronischen Geräten mit Sprachausgabe (Computer, spezielle elektronische Kommunikationshilfen) produziert wird (umgangssprachlich: Computerstimme). Sie ermöglicht es, eine Äußerung abzurufen, die dann vom Gerät gesprochen wird, ohne dass diese Äußerung vorher über ein Mikrofon aufgenommen werden muss. =>digitalisierte Sprache