BigMack und die unterbrochene Handlung

Eine der basalen Kommunikationsfunktionen, die in einem sehr frühen Entwicklungsstadium von Kindern gezeigt werden, ist das Fordern nach Fortsetzung einer unterbrochenen Handlung.

Jede/r kennt die Situation beim Spielen mit Babies und Kleinkindern: sie werden eine Weile geschaukelt, gedreht oder man macht lustige Geräusche - dann kommt es zu einer Unterbrechung, das Kind wird erwartungsvoll angeschaut, oder gefragt: „Noch einmal?“ und erst nach entsprechender Äußerung wird das Spielen fortgesetzt.

Das macht Kindern viel Spaß und führt zu ersten „Gesprächen“ zwischen Babies und Erwachsenen.  

In der Unterstützten Kommunikation kann diese „Methode“ sehr gut eingesetzt werden, um Kinder und Erwachsene, die nicht lautsprachlich kommunizieren können und von sich aus wenige Aktivitäten zur Kontaktaufnahme zeigen, zur Kommunikation zu motivieren.

Symbol: nochmal lesen

Beispiel: Es wird ein Buch vorgelesen oder gemeinsam angeschaut. Dann wird das Vorlesen unterbrochen (das kann auch auf witzige Art gemacht werden, zB. dass der/die Vorlesende einschläft oder in Gedanken versinkt), bis der BigMack gedrückt wird und die Aufforderung ertönt: „Bitte weiterlesen!“ Manchmal muss diese Funktion erst noch erlernt werden.

Dazu ist es wichtig, dem Unterstützt Sprechenden genug Zeit zu geben, zu reagieren, bzw. die Erwartung einer Aktion von ihm durch die eigene Mimik zu signalisieren. Ein besonders aufforderndes und erwartungsvolles Gesicht, die typischen nickenden Bewegungen und “ überlange“ Wartezeit fördern die Chance auf eine Reaktion.

Natürlich können auch alle anderen spielerischen Aktivitäten, die mit der nichtsprechenden Person gerne unternommen werden (massieren, singen, tanzen, schaukeln, Puppenspiel,... oder auch essen, füttern) , unterbrochen werden, bis der BigMack mit entsprechender Aufforderung gedrückt wird („weitermachen!“, „noch mehr!“ )

Viel Spaß wünscht

Irmgard Steininger

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