LiveEOG

Entwicklung eines Multi-Purpose-Eingabegerätes auf der Basis des Elektrookulogramms (EOG)

Abbildung: LiveEOG Brille

Die Entwicklung eines speziellen Eingabegeräts, welches die Augenbewegungen (Elektrookulogramm, EOG) und Kopfbewegungen der TrägerInnen erfasst und auswertet, ist das Hauptziel des nationalen Kooperationsprojekts LiveEOG.

Motivation

Menschen mit hoher Querschnittlähmung, beidseitigen Amputationen oder fortschreitenden Erkrankungen wie Muskeldystrophie, Amyotropher Lateralsklerose (ALS) oder Multipler Sklerose (MS) verbleiben zur Interaktion mit der Umwelt oft nur minimale Kopfbewegungen, das Bewegen von Lippen, Mund oder Augen. Abhängig von Zeitpunkt, Verlauf, Dauer und Schwere der Einschränkung durch die oben erwähnten Krankheitsbilder sind allein in Europa rund 2,6 Millionen Menschen davon betroffen. Spezielle Eingabegeräte ermöglichen der erwähnten Zielgruppe eine selbstständige Interaktion mit Computern oder dem Umfeld, und leisten daher einen essentiellen Beitrag zur Integration. Die Kontrolle der Augenmuskulatur und damit die bewusste Bewegung der Augen bleibt bei einer großen Mehrheit der Patienten/innen erhalten. Basierend auf dieser Erkenntnis liegt es nahe, eine Computersteuerung auf Basis von Augenbewegungen (und bewusst ausgelösten Kopfbewegungen) zu entwickeln.

Ziele

Die Entwicklung eines speziellen Eingabegeräts welches die Augenbewegungen (Elektrookulogramm, EOG) und Kopfbewegungen der TrägerInnen erfasst und auswertet. Mithilfe dieses Eingabegeräts soll es Menschen mit  Behinderungen, z.B. mit hoher Querschnittslähmung, möglich sein einen Computer oder eine Umfeldsteuerung zu bedienen.

Außerdem soll das Device auch als neuartiges Eingabegerät im Bereich der (Computer-) Spieleindustrie und für so genannte Augmented Reality Dienste verwendet werden.

Neben den direkten Möglichkeiten für die AnwenderInnen beinhaltet dieses Eingabegerät auch eine neue, anwendungstaugliche Methode zur Erfassung von EOG-Biosignalen in der Forschung, speziell in Feldtests außerhalb von Laborumgebungen (z.B. Studien zur Sekundenschlafüberwachung).

Zielgruppe/Begünstigte

  • Menschen mit Behinderung
  • Freizeit (Computerspieler)
  • Wissenschaft und Forschung

  • Kontakt

    Stefan Schürz BSc
    Researcher
    T +43 664 235 17 43
    stefan.schuerz@lifetool.at

    Laufzeit

    01.09.2012 - 31.08.2014

  • Projektart

    Nationales Kooperationsprojekt
  • Förderprogramm