W.I.F.I. Welding Interaction in Future Industry

Das Projekt „Industrielles Schweißen 4.0“ erforscht neue Wege, wie man mit einem Schweißgerät kommunizieren kann, ohne dafür ausschließlich die Hände einzusetzen. Die Forschungsfragestellung lässt auch auf ein Potential für Menschen mit Beeinträchtigung im Umgang mit Computer-basierten Geräten hoffen.

Foto: copyright Fronius; "Welding Interaction in Future Industry" project together with FH Hagenberg, fronius and LIFEtool

© Fronius International GmbH 2014

© Fronius International GmbH 2014

Schweißen erfordert ein hohes Maß an Präzision und in der Regel den Einsatz beider Hände zur Führung des Schweißbrenners. Somit ist die Einstellung verschiedener Parameter wie Schweißstrom oder Zusatzwerkstoff nicht bzw. nur schwer ohne Unterbrechung des Vorgangs möglich. In einem Projekt der FH OÖ Campus Hagenberg werden in Zusammenarbeit mit Fronius International GmbH und LIFEtool gemeinnützige GmbH neue Wege erforscht, wie mit dem Schweißgerät kommuniziert werden kann ohne dafür ausschließlich die Hände einzusetzen.

Motivation

Die besonderen Interaktionsvoraussetzungen mit denen sich das Projekt WIFI auseinandersetzt, sind nicht nur im Bereich des industriellen Schweißens vorzufinden. Auch Menschen mit bestimmten Beeinträchtigungen, vor allem jene mit einer Lähmung vom Hals abwärts bzw. mit einer Lähmung der Arme und Beine, sind mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert.

Somit kann die Forschung im Rahmen des Projekts W.I.F.I. nicht nur dazu beitragen, den Prozess des industriellen Schweißens effizienter zu gestalten. Die Ergebnisse sollen auch Menschen mit Beeinträchtigung im Umgang mit Computer-basierten Geräten helfen.

Ziele

Ziel ist es einen besonders wertvollen Domänentransfer zu ermöglichen. Die Forschungsarbeit hilft nicht nur, einen industriellen Prozess zu verbessern, sondern unterstützt auch Menschen mit Beeinträchtigung besser mit ihrer Umwelt zu kommunizieren. Vielleicht ergibt sich für sie dadurch später auch eine Öffnung neuer Berufsfelder.

Es werden somit gezielt Interaktionslösungen entwickelt, die für beide Domänen Potential bieten. Beide Zielgruppen, industrielle Schweißer sowie Menschen mit Beeinträchtigung, werden bereits in der Konzeptionsphase intensiv eingebunden.

Ergebnis

Als Ergebnis sollen Prototypen entstehen, die sowohl im Bereich des industriellen Schweißens als auch für Menschen mit Beeinträchtigung einen Mehrwert darstellen.

Projektwebsite: Auf einer eigenen Website der FH Oberösterreich wird das Forschungsprojekt Welding Interaction in Future Industry dargestellt.

Kooperationspartner

  • FH OÖ Forschungs & Entwicklungs GmbH
  • Fronius International GmbH
  • Kontakt

    Stefan Schürz BSc
    Researcher
    T +43 664 235 17 43
    stefan.schuerz@lifetool.at

    Laufzeit

    01.10. 2016 - 30.09. 2018

  • Projektart

    Nationales Projekt
  • Förderprogramm

     

    Dieses Projekt wird gefördert mit Mitteln der FFG (Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) und im Rahmen des Programms Bridge durchgeführt.

     

     

  • „Es ist hier ein besonders wertvoller Domänentransfer möglich. Unsere Forschungsarbeit hilft nicht nur, einen industriellen Prozess zu verbessern, sondern auch Menschen mit Beeinträchtigung dabei, besser mit ihrer Umwelt zu kommunizieren.“ FH-Prof. DI(FH) Dr. Mirjam Augstein, FH OÖ-Studiengang Kommunikation, Wissen, Medien