UK im Sommer/Urlaub


Tipps

Der Sommer bringt Abwechslung, neue Eindrücke und oft auch veränderte Routinen – sei es durch Urlaub, Ausflüge, Freibadbesuche oder Reisen. Für Menschen, die Unterstützte Kommunikation (UK) nutzen, bedeutet das: Kommunikationsmittel sollten an diese besonderen Situationen angepasst werden.

Gerade im Urlaub entstehen viele neue Gesprächsanlässe: „Ich möchte ein Eis“, „Mir ist zu heiß“, „Ich will ins Wasser“, oder „Ich brauche eine Pause“. Damit Kommunikation weiterhin erfolgreich gelingt, ist es wichtig, Kern- und Randvokabular zu erweitern und an die aktuellen Bedürfnisse anzupassen.

Auch die Kommunikationsmittel selbst sollten überprüft werden: Sind sie mobil mitnehmbar? Wetterfest? Schnell erreichbar? Kleine, flexible Lösungen wie laminierte Kommunikationspläne oder Apps auf mobilen Geräten können hier unterstützen.

Neben dem Vokabular spielen auch gestenbasierte Kommunikationsformen eine wichtige Rolle – besonders unterwegs, im Wasser oder in Situationen, in denen technische Hilfsmittel nicht griffbereit sind.

Eine gute Vorbereitung erleichtert Teilhabe und Selbstbestimmung im Sommer und macht Urlaub für alle Beteiligten entspannter und kommunikationsreicher!

Das Ferientagebuch könnt ihr euch als pdf downloaden.
Quelle: www.meacom-symbole.de > Downloads

Wichtige Urlaubswörter (UK)

Kernvokabular (häufig, flexibel einsetzbar)

Diese Wörter bleiben gleich - sie sind auch im Urlaub essenziell und ermöglichen flexible, spontane Kommunikation - auch in neuen Situationen.

  • ich / du / wir
  • gehen / kommen / bleiben
  • wollen / brauchen / haben
  • mehr / fertig / warten
  • gut / schlecht / heiß / kalt
  • helfen / stoppen / schauen
  • hier / dort / draußen
  • trinken / essen
  • ja / nein

Randvokabular (urlaubsspezifisch)

Diese Wörter passen speziell zum Sommer/Urlaub:

Orte & Aktivitäten

  • Strand
  • Schwimmbad / See
  • Hotel / Camping
  • Spielplatz
  • Ausflug / wandern
  • Eis essen
  • schwimmen / planschen

Bedürfnisse & Gefühle

  • Durst
  • müde
  • Pause
  • zu heiß
  • Sonnenbrand
  • Angst (z. B. im Wasser)
  • Spaß

Gegenstände

  • Sonnencreme
  • Handtuch
  • Badehose / Bikini
  • Sonnenbrille
  • Hut / Kappe
  • Wasserflasche

Gestenbasierte Kommunikationsmuster (sommertauglich)

Gesten sind besonders hilfreich, wenn Geräte schwer nutzbar sind (Wasser, Sonne, unterwegs).
Wichtig: Bezugspersonen sollten diese Gesten kennen und bewusst im Alltag gebrauchen.

Basis-Gesten

  • zeigen/deuten → Bedürfnis/Ort anzeigen
  • nicken / Kopf schütteln → ja / nein
  • Hand heben → Aufmerksamkeit

Körpersignale & einfache Gesten

  • auf Mund zeigen + trinken-Geste → „Ich will trinken“
  • Hand fächeln / Gesicht wischen → „Mir ist heiß“
  • auf Bauch zeigen → „Ich habe Hunger“
  • wegdrehen / Hand wegschieben → „Ich will nicht“
  • Arm Richtung Wasser bewegen → „Ich möchte schwimmen“

Einfache Muster kombinieren

  • Zeigen + Laut / Wort → „Dort schwimmen“
  • Geste + Mimik → verstärkt Aussage (z. B. Freude beim Eis)
  • Wiederholung → Bedürfnis verdeutlichen

Praktische Tipps für den Alltag:

  • Kommunikationshilfen laminieren oder wasserfest machen
  • kleine tragbare Varianten erstellen (z. B. Schlüsselanhänger)
  • wichtige Seiten vorbereitend ergänzen (Sommer-Seite)
  • Bezugspersonen in der Nutzung schulen
  • Gelegenheiten aktiv nutzen, um Kommunikation anzuregen

Wir wünschen Ihnen einen schönen und entspannten Sommer-Urlaub!

Ferientagebuch von Metacom